Archives for 2013 | Förster Optik in Weilheim - Informationen rund ums Gute Sehen

Das Auge benötigt Feuchtigkeit

Die Symptome für ein trockenes Auge sind sehr vielfältig. In vielen Fällen sind trockene Augen jedoch die Folge von Umwelt- und auch Umfeldbedingungen. Dazu gehören beispielsweise der Computerarbeitsplatz, das klimatisierte Büro bzw. Auto und selbstverständlich auch Zigarettenrauch. Auch das Tragen von Kontaktlinsen kann zu den Symptomen eines trockenen Auges führen. Die Mehrzahl der heutigen Kontaktlinsenträger sind Frauen, da sie sich mit Kontaktlinsen attraktiver und freier fühlen als mit einer Brille. Außerdem fallen Kontaktlinsen gar nicht auf und sind beim Sport völlig unkompliziert. Damit die Kontaktlinse gut und bequem auf dem Auge sitzt, muss der Tränenfilm in Ordnung sein.


Schwimmen statt liegen
Kontaktlinsen sollen im Tränenfilm schwimmen und nicht auf der Hornhaut aufliegen, da ansonsten die Versorgung der Hornhaut mit Sauerstoff nicht mehr gewährleistet ist. Die Hornhaut besitzt keine Blutgefäße und entnimmt den benötigten Sauerstoff vollständig aus dem Tränenfilm. Die Zusammensetzung des Tränenfilms und somit auch die Menge desselben wird bei Frauen oft durch hormonelle Umstellungen hervorgerufen. Hierzu zählen selbstverständlich die Wechseljahre, Hormonbehandlungen oder die Einnahme von Kontrazeptiva.

Dreiklang für den Tränenfilm

Der hauchdünne Tränenfilm besteht aus drei Schichten, die fein ausbalanciert zueinander stehen und das Auge ausreichend benetzen. Direkt auf der Hornhaut liegt eine Schleimschicht, in der Mitte sorgt eine wässrige Schicht für die ausreichende Befeuchtung und außen schützt eine Fettschicht vor der Verdunstung und dem vorzeitigen Ablaufen des Tränenfilms. Ist dieses System gestört oder beeinträchtigt, kann ein gerötetes, brennendes Auge die Folge sein. Es sollten dann geeignete Maßnahmen angedacht werden. Tränenersatzmittel zum Beispiel können Abhilfe schaffen: Die wässrigen, dünnflüssigen Lösungen, die es auch als »hochvisköse« Präparate gibt, lindern die Beschwerden. Hochvisköse, d.h. gelartige Präparate, verweilen länger im Auge und legen sich als Schutzfilm über die gereizte Hornhaut.

Konservierungsstoffe vermeiden
Auch Kontaktlinsenträger sollten ausschließlich Benetzungstropfen wählen, die ohne Konservierungsstoffe auskommen, um dem Auge den zusätzlichen Reiz durch diese Substanzen zu ersparen. Kontaktlinsenträger können aber auch spezielle Kontaktlinsenmaterialien wählen, die einen eigenen Feuchtigkeitsspeicher haben und somit mit weniger Flüssigkeit auskommen. Der Spezialist wird Sie dazu gerne beraten. Sollten juckende, gerötete und brennende Augen auf Probleme mit dem Tränenfilm hinweisen, ist der Besuch beim Augenarzt oder dem Kontaktlinsen-Spezialisten angeraten. Dort gibt es kompetenten Rat vom Fachmann und Hilfestellungen werden aufgezeigt, um die Freude am Sehen ob mit Brille oder auch Kontaktlinsentragen wieder herzustellen. Ob die trockene Luft im Büro oder die Klimaanlage im Auto – eine individuelle Beratung von Ihrem Spezialisten sichert eine gesundheitsbewusste Verträglichkeit und vor allem die optimale Versorgung der Augen.

Die Funktion selbsttönender Brillengläser

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Wahrscheinlich kennen Sie diese Situation ganz genau: Bei der Auto- oder Motorradfahrt oder auch beim Radeln scheint Ihnen die Sonne in die Augen und blendet Sie störend. Leider stellen Sie fest, dass Sie Ihre Sonnenbrille mal wieder nicht zur Hand haben.

Eine solche Situation würde mit selbsttönenden (phototropen) Brillengläsern kein Problem mehr darstellen: Phototrope Brillengläser färben sich bei Sonneneinstrahlung selbstständig ein.

Automatische Glastönung
Sogar ein geringer Sonnenlichteinfall reicht aus, damit die Gläser Ihrer Aufgabe gerecht werden. Betreten Sie anschließend einen Raum oder schwächt die Einstrahlung des Sonnenlichts auf die Gläser enorm ab, werden die Gläser innerhalb kürzester Zeit wieder klar.

Beim speziellen Fertigungsprozess werden den mineralischen Brillengläsern (Glas) bestimmte Stoffe zugemischt, so genannte Silberhalogenoide. Diese Stoffe reagieren bei zunehmender UV-Einstrahlung und absorbieren das Licht.

Schnelle Reaktionszeiten
Phototrope, mineralische Gläser sind jedoch temperaturabhängig, d. h. bei kalter Wetterlage reagieren sie schneller als bei milden, also warmen Temperaturen. Bei Brillengläsern aus Kunststoff jedoch werden Indolino-Spironaphtoxazine als absorbierende Stoffe verwendet. Dieses Kunststoffmaterial ist bereits im Basiszustand sehr gering getönt. Anders als mineralische Gläser reagieren diese Gläser bei allen Temperatureinflüssen gleich schnell. Bei Kunststoffgläsern ist diese spezielle Schicht auf der Vorderfläche der Brillengläser aufgebracht. Somit tönt das Brillenglas unabhängig von der Dicke immer gleichmäßig ein. Fragen Sie bei Ihrem Augenoptiker nach phototropen Gläsern – der Fachmann kann Sie umfassend beraten.

Gutes Sehen bringt mehr Sicherheit beim Skilaufen

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Fachleute haben ermittelt, dass 80 Prozent aller Skiunfälle durch Wahrnehmungsfehler oder Unachtsamkeit entstehen. Plötzlich veränderte Lichtverhältnisse durch aufkommende Wolken, Schneefall oder Nebel stellen an die Augen sehr hohe Anforderungen.

Die Piste lässt sich nur noch schwer einschätzen. Zusammen mit dem Schneefall oder dem Nebel wirkt alles weiß und man fühlt sich wie »schneeblind«. Dagegen schützt eine optimale, optische Ausrüstung: Mit einer Schneebrille und kontraststeigernden Gläsern lässt sich eine ideale Kombination, zusammen mit dem passenden Helm, herstellen.

Besser sehen - Sicherer fahren
Ein ausgeklügeltes Belüftungssystem verhindert das Beschlagen der Gläser, die Farbtönung und Beschichtung der Gläser betont die Kontraste auf den beinahe einfarbigen Schneeflächen.

Eine derart ausgerüstete Schneebrille hilft die Pistenkonturen – auch bei sehr schwierigen Wetterverhältnissen – viel deutlicher wahrzunehmen. Somit verbessert eine spezielle Schneebrille die Sicht während des Skifahrens und schützt außerdem die Augen vor den Eiskristallen und Schneeflocken. Leider gibt es immer noch viele Ski- und Snowboardfahrer, die bei jedem Wetter mit einer normalen Sonnenbrille auf den Berg gehen.

Schlechte Sicht mangels Brille
Erschreckend ist die Zahl von 30 Prozent der Skifahrer, die normalerweise Brillenträger sind und ohne die eigene Sehhilfe auf der Piste die »Welt unsicher machen«. Zur eigenen und zur Sicherheit der anderen Skifahrer empfiehlt es sich unbedingt, als Brillenträger eine Schneebrille mit optischer Korrektur oder alternativ Kontaktlinsen zu tragen.

Auch auf der Piste gilt: Bei schlechter Sicht ist die Geschwindigkeit zu reduzieren und vorsichtiger zu fahren. Wer umsichtig fährt, erkennt Unebenheiten auf der Piste, andere Wintersportler oder Abgrenzungspfosten frühzeitiger und kann richtig reagieren: Rechtzeitiges Reagieren verhindert Unfälle! Eine Info am Rande: Interessanterweise sind bei Kollisionsunfällen zu rund 70 Prozent Männer beteiligt.