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Wie Sie Kontaktlinsen richtig pflegen

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Monats-Kontaktlinsen oder andere wieder verwendbare Kontaktlinsen brauchen tägliche Reinigung und Pflege. Andernfalls können die Augen erheblichen Schaden nehmen. Auf der Oberfläche der Kontaktlinse können sich Ablagerungen bilden, die von außen in das Auge eindringen oder aber von der Tränenflüssigkeit stammen und das Sehen beeinträchtigen bzw. die Augen reizen. Aus diesem Grunde ist die sorgfältige Reinigung der Kontaktlinsen sehr wichtig und ein Garant für die Gesundheit der Augen.

Mithilfe von Kombilösungen beispielsweise, die gleichzeitig reinigen und desinfizieren, ist man im Bereich Kontaktlinsen-Pflege gut beraten. Der beste Zeitpunkt, die Kontaktlinse zu reinigen, ist abends nach dem Absetzen vom Auge. Da die Kontaktlinsen aus verschiedenen Materialien hergestellt werden können, muss die Pflege auf das jeweilige Material abgestimmt sein. Eine Pflege, die für alle Linsentypen gleichermaßen geeignet ist, gibt es nicht. Der Kontaktlinsen-Anpasser kann hier die richtigen Hinweise und Tipps geben. Unter gewissen Umständen kann der Anpasser nach einer Kontrolluntersuchung auch entscheiden, ob die Pflegelösung gewechselt werden
muss, wenn es zu Problemen beim Tragen der Linsen kommt. Solche Hinweise sollten umgehend befolgt werden, damit die Freude am Tragen von Kontaktlinsen erhalten bleibt.
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Die Gleitsicht-Kontaktlinse

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Presbyopie – von diesem Fachbegriff in der Augenoptik spricht man, wenn die Akkommodationsfähigkeit des Auges nachlässt. Das bedeutet, dass die Augenlinse ihre Form nicht mehr ausreichend verändern kann, um für Tätigkeiten auf kurze Distanz die nötige zusätzliche Brechkraft aufzubringen. Das nahe Sehen wird schwierig.
Daher benötigen presbyope Personen zum Lesen eine Pluskorrektur, gegebenenfalls zusätzlich zur Korrektur einer Kurzsichtigkeit, einer Weitsichtigkeit oder einer Hornhautverkrümmung. Diese Pluskorrektur wird als Lese- oder Nahzusatz (Add.) bezeichnet und in Lesebrillen, in bifokale oder multifokale Brillengläser und heutzutage sogar in Kontaktlinsen eingearbeitet.

Multifokale Kontaktlinsen statt Gleitsichtbrille?
Früher waren presbyope Menschen an den Fenstern ihrer Bifokal-Brillen zu erkennen – oben wurde in die Ferne geschaut, durch das Fenster unten gelesen. Der Zwischenbereich wurde einfach nicht korrigiert. Heute hat sich die Gleitsichtbrille durchgesetzt, die das Sehen in allen Entfernungen ermöglicht. Nach wie vor ist der obere Bereich des Brillenglases für das Sehen in der Ferne verantwortlich. Mit dem nach unten gleitenden Blick schließen sich alle Entfernungen bis zum individuellen Leseabstand an. Auch für Kontaktlinsenträger/innen, die das Alter 40 überschreiten und presbyop werden, oder Menschen, die manchmal oder auch ständig keine Brille tragen möchten, bieten Kontaktlinsen heute eine attraktive Ergänzung oder Alternative zur Lese- oder Gleitsichtbrille.

Die Anpassung von Kontaktlinsen bei Presbyopie galt lange als Spezialgebiet der Kontaktlinsenanpassung; inzwischen jedoch wird diese Form der Korrektur aufgrund der besseren Auswahl der Systeme mit wachsendem Erfolg angewandt. Die Anpassung ist heute viel einfacher und sehr zuverlässig geworden.

Verschiedene Möglichkeiten der multifokalen Kontaktlinsen
Hinzu kommt, dass viele alterssichtige Kunden gar nicht wissen, dass es diese modernen Möglichkeiten mit Kontaktlinsen
gibt, und entscheiden sich für eine Lesebrille, da diese Lösung ihnen am Vertrautesten ist. Um sich für Kontaktlinsen zur Korrektur der Presbyopie entscheiden zu können, sollten Sie jedoch wissen, dass es im Zuge der Weiterentwicklung im Kontaktlinsenbereich heute hervorragend funktionierende »Gleitsicht- Kontaktlinsen« gibt. Kontaktlinsen bieten bei Presbyopie verschiedene Möglichkeiten:
  • Monovision (einseitig)
  • Bifokale alternierende Systeme (wechselnd zwischen Nähe und Ferne)
  • Multifokale simultane Systeme (für gleichzeitig auftauchende Bilder)
Jeder dieser Bereiche hat spezielle Gestaltungsmöglichkeiten der Linse bzw. spezielle Methoden der Anpassung. Jedoch hat sich heute das multifokale simultane System durchgesetzt, das in den meisten Fällen hervorragend und unkompliziert funktioniert.

Funktion und Vorteile
Multifokale simultane Kontaktlinsensysteme basieren auf dem Prinzip, dass das Licht gleichzeitig durch die Kontaktlinsenzonen für die Ferne und Nähe in das Auge einfällt, so dass simultane (gleichzeitig auftauchende) Bilder vor der Pupille entstehen. Das Gehirn wählt jeweils automatisch das scharfe Bild aus, während es die unscharfen Bilder ignoriert. So funktioniert das Sehen übrigens sonst auch – Ihr Gehirn wählt immer die Sehinformation aus, die Sie gerade interessiert – die Buchstaben in Ihrem Buch, das Kind auf der gegenüberliegenden Straßenseite – der Rest an Bildinformationen wird ausgeblendet. In der Regel befindet sich im Zentrum der Kontaktlinse der Nahbereich, der dann stufenlos in den Fernbereich, in den äußeren Bereich der optischen Zone der Kontaktlinse, übergeht. Es gibt auch Kontaktlinsen, in denen die Ferne im zentralen Bereich liegt, diese werden jedoch selten bevorzugt. Der wesentliche Vorteil von simultanen Kontaktlinsen besteht darin, dass für ihre Funktion keine besondere Ausrichtung der Blickrichtung erforderlich ist. Solange die Kontaktlinse gut vor der Pupille zentriert ist, wird ein gutes Sehergebnis erzielt.

Grüner Star – die unterschätzte Gefahr

Das Glaukom, landläufig als „Grüner Star“ bekannt, ist eine der häufigsten Erblindungsursachen – sowohl in den Industriestaaten als auch in Entwicklungsländern. Die Ursache ist ein Missverhältnis zwischen Augeninnendruck und der Durchblutung der Sehnerven. Ein erhöhter Augeninnendruck betrifft rund 500.000 Menschen allein in Deutschland; etwa 10% von ihnen sind von Erblindung bedroht. Augenärzte vermuten aber, dass die Dunkelziffer wesentlich höher ist und bis zu 1 Million Bundesbürger betroffen sein könnten.

Das Risiko eines Glaukoms steigt mit dem Lebensalter. Extreme Kurz- oder Weitsichtigkeit, erhöhter Augendruck sowie niedriger oder stark schwankender Blutdruck gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren. Außerdem gibt es eine genetische Veranlagung – man sollte also darauf achten, wenn mehrere Verwandte bereits betroffen sind. Weltweit lässt sich beobachten, dass dunkelhäutige Menschen bis zu fünf Mal häufiger an Grünem Star erkranken als hellhäutige.

Wird das Glaukom schon im Anfangsstadium diagnostiziert, kann eine funktionelle Beeinträchtigung des Auges häufig vermieden und eine Erblindung damit verhindert werden. Die Krankenkassen übernehmen eine Kontrolluntersuchung, wenn entsprechende Verdachtsmomente bestehen oder ein erhöhter Augeninnendruck festgestellt wird.

Regelmäßige Augenuntersuchungen sind wichtiger, als man denkt!

Das Sinnesorgan Auge ist für den Menschen ein unersätzliches Gut. Ist die Sehkraft stark eingeschränkt oder durch eine nicht ernst genommene Augenkrankheit komplett verloren, wird den Betroffenen dies erst richtig bewusst.

Zumeist wird den Augen nicht ausreichend Beachtung geschenkt. Genau wie der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt sollte auch der Besuch beim Augenarzt nicht vergessen werden. Empfohlen wird von den Augenärzten eine einmalige Kontrolle pro Jahr, natürlich nur bei Beschwerdefreiheit. Bei diesen Kontrolluntersuchungen wird besonderes Augenmerk auf den Augeninnendruck gelegt. Diese Untersuchung ist vollkommen schmerzfrei und dient der Feststellung ob eine Glaukom-Erkrankung vorliegt.

Ein Glaukom, oder auch Grüner Star genannt, ist eine kontinuierliche Schädigung der Sehnerven. Wird dies zu spät erkannt, sterben Sehnerven ab und die Sehkraft lässt stetig nach. Behandlungsmethoden für die Glaukom-Erkrankung können ganz unterschiedlich sein: Augentropfen als medikamentöse Behandlung, Betablocker oder sogar operative Eingriffe bzw. Augenlasern können, je nach Schwere der Erkrankung, zum Einsatz kommen. Priorität hierbei ist, den Augeninnendruck zu senken und somit die Glaukom-Erkrankung nicht weiter voran schreiten zu lassen.
Fazit:
Der jährliche Augenarzt-Kontrolltermin sollte auch bei Beschwerdefreiheit nicht vergessen werden. Vereinbaren Sie Ihren Termin rechtzeitig.

Gutes Sehen für die Zukunft

Ein klarer Blick in sein Umfeld ist wichtig für das Kind, denn den größten Teil seiner Sinneseindrücke nimmt es über die Augen wahr. Gutes Sehen hilft ihm deshalb, sich die Welt besser zu erschliessen – beim Spielen, beim Lernen oder im Straßenverkehr.

Wird eine Sehschwäche nicht rechtzeitig erkannt, kann das besonders für die schulische Entwicklung Konsequenzen haben: das Kind ermüdet schneller, und auch Schreib- und Leseschwächen werden verstärkt. Deshalb raten Experten, spätestens bis zum dritten Lebensjahr eine Vorsorgeuntersuchung durchführen zu lassen. Wird eine Fehlsichtigkeit erst nach dem sechsten Lebensjahr festgestellt, kann sich das Sehzentrum nicht mehr normal entwickeln und die Sehschwäche nur noch schwer zurückbilden.

Wird eine Sehschwäche diagnostiziert (z.B. fehlender Farbsinn, Störungen im beidäugigen Sehen oder starke Weitsichtigkeit), sollte sie regelmäßig kontrolliert werden, weil sich das Sehvermögen bei Kindern rasch ändern kann.

Erschreckend ist, dass immer noch etwa 20% der deutschen Kinder im Kindergartenalter an unentdeckten Sehschwächen leiden. Bei Vorsorgeuntersuchungen durch den Kinderarzt fallen sie oft nicht auf, weil die Tests nicht ausreichend sind. Ohne die Eigeninitiative der Eltern bleiben diese Sehschwächen oft bis zum Führerschein-Sehtest unentdeckt.

Dabei muss die Brille das betroffene Kind nicht zwangsläufig ein Leben lang begleiten – im Gegenteil. Eine Brille ist ein Trainingsgerät. Bis zum Alter von 7 Jahren „lernen“ die Augen das richtige Sehen. Nur mit Hilfe einer Brille können sehschwache Kinder den Umgang mit optischen Reizen richtig lernen.

Über Spott und Hänseleien in der Schule brauchen sich Eltern heute auch keine Sorgen mehr zu machen. Brillenträger jeden Alters sind heute der Normalfall – und spätestens seit Harry Potter sogar „voll im Trend“.

Fehlsichtigkeiten bei Kindern

Kinder lernen unglaublich viel. Etwa 80% davon nehmen sie mit den Augen auf. Umso wichtiger ist es, Sehschwächen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln – vor allem, weil das Kind keine Vergleichsmöglichkeiten hat und deshalb gar nicht weiß, dass es schlecht sieht. Nachfolgend ein Blick auf die häufigsten Fehlsichtigkeiten.

Schielen – Strabismus
Eine Fehlstellung der Augen ruft unterschiedliche Seh-Eindrücke hervor, die vom Gehirn nicht mehr zusammengeführt werden können – es entstehen Doppelbilder. Bis zum Alter von zwei Monaten ist gelegentliches, leichtes Schielen kein Grund zur Sorge. Die Augenmuskeln des Säuglings müssen sich noch koordinieren. Wenn ab dem dritten Lebensmonat die Blickrichtungen der Augen immer noch voneinander abweichen, sollte man den Augenarzt aufsuchen.

Sehschwäche eines sonst gesunden Auges – Amblyopie
Wenn starkes Schielen nicht behandelt wird, kann eine einseitige Amblyopie die Folge sein. Das Gehirn bevorzugt ein Auge; das andere wird dauerhaft geschwächt, räumliches Sehen wird unmöglich. Vor dem zehnten bis zwölften Lebensmonat ist diese Fehlentwicklung einfach zu korrigieren, später wird die Behandlung schwieriger und langwieriger.

Weitsichtigkeit – Hyperopie
Das Kind sieht recht gut in der Ferne, muss sich aber anstrengen, im Nahbereich gut zu sehen. Die Symptome: Kopfschmerzen, gerötete Augen, Konzentrationsschwäche, Unruhe und schnelles Ermüden beim Lesen und Schreiben. Plusgläser, die den Brennpunkt wieder nach vorn auf die Netzhaut verlagern, schaffen Abhilfe.

Kurzsichtigkeit – Myopie
Das Kind ist lieber im Nahbereich aktiv, denn in der Ferne sieht es schlecht. Die Schultafel oder das Fernsehbild werden nur schlecht erkannt. Zusammenkneifen der Augen oder Blinzeln können ein Zeichen dafür sein. Kurzsichtigkeit tritt oft auf, wenn Kinder lesen lernen und die Augen vor allem im Nahbereich gefordert werden. Hier helfen Minusgläser, die den Brennpunkt zurück auf die Netzhaut bringen.

Stabsichtigkeit – Astigmatismus
Unabhängig von der Entfernung kann das Kind horizontale, vertikale oder schräge Linien nicht scharf sehen, das Bild ist verschwommen. Eine Brille mit speziell geschliffenen zylindrischen Gläsern korrigiert den Einfall der Lichtstrahlen so, dass sie sich exakt bündeln: ein Punkt wird wieder als Punkt gesehen und nicht als Stab.