Auge und Gesundheit | Förster Optik in Weilheim - Informationen rund ums Gute Sehen

Das Gesichtsfeld: Haben Sie den Überblick?

Sie haben es beim Augenarzt vielleicht schon einmal untersuchen lassen müssen: Das Gesichtsfeld. Dieser Begriff bezeichnet den Umfang dessen, was man bei gerader Kopfhaltung, Augen ebenfalls geradeaus gerichtet, wahrnimmt. Die Augen bewegen sich dabei nicht, sondern fixieren einen zentralen Punkt mittig des Sehfeldes.

Ein gut funktionierendes, weites Gesichtsfeld ist enorm wichtig für die Orientierung, damit man plötzlich auftretende Gefahren rechtzeitig erkennen kann. Symptome, wie Lese- und Orientierungsstörungen sowie Helligkeitsverlust und auch extreme Nachtblindheit, sind erste Anzeichen für eine Störung des Gesichtsfeldes. Der Augenarzt kann mit einem speziellen Untersuchungsgerät die Weite des Gesichtsfeldes messen. Dabei schaut der Patient auf einen Bildschirm und fixiert einen bestimmten Punkt. Jetzt werden von allen Seiten Lichtsignale auf dem Bildschirm eingeblendet. Der Patient muss ein Signal abgeben, sobald er diese wahrnimmt. Dies ist die gängigste Methode. Es gibt aber noch weitere Messmöglichkeiten zur Untersuchung des Gesichtsfeldes. Relativ einfach ist hier beispielsweise das sogenannte Gitternetz nach Amsler (Schweizer Augenarzt, 1891-1968). Hierbei schaut der Patient auf einen zentralen Punkt im Gitternetz und kann gegebenenfalls Verzerrungen oder Lücken innerhalb des Netzes beschreiben.

Gesichtsfeldstörungen werden meist durch Krankheiten wie einem Glaukom, einer Netzhautablösung oder einer Makuladegeneration hervorgerufen. Aber auch ein Hirntumor, ein Schlaganfall oder ein Aneurysma können Gesichtsfeldausfälle (Skotome) auslösen.

Diabetes und Augenschäden – eine Übersicht der häufigsten Erkrankungen

Die Stoffwechselerkrankung Diabetes, oder umgangssprachlich Zuckerkrankheit genannt, kann neben vielen anderen Folgen auch zur Schädigung der Augen führen. Diese ist die häufigste Begleiterkrankung von Diabetes. Bei dieser Schädigung – in der Fachsprache als Diabetische Retinopathie bezeichnet – kommt es zu Veränderungen der kleinen Blutgefäße der Netzhaut (Retina). Sie liegt hinter dem Glaskörper des Auges und vermittelt alle durch die Pupille des Auges eintretenden Lichtreize an die Sehnerven und damit an das Gehirn. So führt ein ständig erhöhter Blutzuckerwert bei Diabetikern immer wieder zu schwerwiegenden Netzhautschäden.

Beim Typ-1-Diabetes, einer Autoimmunkrankheit, muss das fehlende Hormon Insulin künstlich in Form von Insulinpräparaten zugeführt werden. Fehlendes Insulin lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen. Beim Typ-2-Diabetes ist die Verwertung des körpereigenen Insulins gestört. Übergewicht ist hier der größte Risikofaktor. 90 Prozent aller Diabetiker sind vom Typ-2-Diabetes betroffen. Beide Formen können zur Diabetischen Retinopathie führen.

In Deutschland leben über 7 Millionen Menschen mit der Zuckerkrankheit. Man rechnet aber mit einer Dunkelziffer von 3 Millionen Betroffenen zusätzlich.


Einfluss der Diabetes auf das Auge

Die Folgen einer diabetischen Retinopathie reichen von der Minderung der Sehschärfe über Einschränkungen des Gesichtsfeldes bis zur Erblindung. Die Netzhaut besteht aus Sinneszellen, Nervenzellen und -fasern. Sie ist für die Lichtaufnahme und Weiterleitung zum Gehirn verantwortlich. Nervengewebe benötigt ausgesprochen viel Sauerstoff. Dadurch ist die Netzhaut besonders gegenüber der Zuckerkrankheit empfindlich. Der überhöhte Blutzuckerspiegel greift die kleinen und kleinsten Blutgefäße an. Ein erhöhter Blutdruck verstärkt diese Gefahr. Für das Auge bedeutet dies die Gefahr von Netzhautveränderungen. Es kommt zu minimalen Blutungen, die allmählich das Sehen verschlechtern. Die Blutgefäße der Netzhaut verlieren an Dichte oder sie verschließen sich. Kleinste Nervenfasern werden geschädigt. Es kann zu Einblutungen in den Glaskörper und zu einer Netzhautablösung kommen. Eine weitere Folge der Zuckerkrankheit kann auch ein so genanntes diabetisches Makulaödem sein. An der Stelle des schärfsten Sehens im Zentrum der Netzhaut (Gelber Fleck) entsteht in diesem Fall bei schlecht eingestellter Diabetes manchmal eine Ansammlung von Flüssigkeit. Diese bedroht die Sehkraft mit der Gefahr der Erblindung. Meist sind die Betroffenen lange Zeit ahnungslos. Bei einer frisch diagnostizierten Diabetes des Typ 2 leidet bereits jeder Dritte an Netzhautschäden. Beim Typ 1 treten irreparable Schäden erst nach 25 Jahren auf. Dies betrifft aber dann über 80 Prozent der Betroffenen. Die Diabetische Retinopathie entwickelt sich sehr langsam. Im Durchschnitt tritt sie nach 10 bis 12 Jahren Diabetes auf. Bei schlechter Zuckereinstellung kann sie wesentlich früher, bei guter auch wesentlich später entstehen. Der Augenarzt unterscheidet verschiedene Stadien der Diabetischen Retinopathie.

Beste Entscheidung: Früherkennung durch regelmässige Augenarztbesuche

Leider leben in Deutschland zurzeit etwa 15.000 blinde Menschen, deren Leiden auf Diabetes zurückzuführen ist. Die Gefahren sind also durchaus ernst zu nehmen. Diabetiker, aber auch Menschen mit dauerhaft erhöhtem Bluthochdruck oder auffälligen Blutzuckerwerten, sollten auf jeden Fall jedes Jahr zum Augenarzt gehen, damit rechtzeitig Veränderungen erkannt und therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden können. Die Früherkennung diabetischer Augenveränderungen ist zusammen mit einer guten Blutzucker- und Blutdruckeinstellung die beste Voraussetzung für den Schutz unseres wohl wichtigsten Sinnesorgans.

Pollenflug: Wenn die Polle aufs Auge trifft

Pollenflug

Frühjahrsbeginn – eine der schönsten Zeiten im Jahr. Das Erwachen der Natur lädt zum Durchatmen ein: Die ersten grünen Blätter, das Aufblühen der Knospen und die laue Frühlingsbrise verschaffen ziemlich schnell gute Laune und Lust auf Unternehmungen im Freien. Soweit die Theorie. Wären da nicht die kleinen Tücken, die einem einen Strich durch die positiven Frühlingsgefühle ziehen können. Denn so schön die Zeit des Aufblühens der Natur ist, umso anstrengender zeigt sich diese Zeit für Allergiker. Der Kampf mit den Pollen scheint ein nicht enden zu wollender zu sein. Fängt Ende April gefühlsmäßig gerade erst die Zeit an, in der die Pollen durch die Frühlingsluft wehen, ist es in der Realität so, dass der Pollenflug das ganze Jahr über stattfindet. Dabei gilt es in erster Linie herauszufinden, auf welche Art von Pollen der Körper reagiert, um dann einen leichteren Umgang mit der Allergie zu bekommen. Schwächt eine Allergie zwar viele Bereiche des Körpers, leiden die Augen jedoch mit am Stärksten unter der Belastung. Ein Fremdkörpergefühl, juckende, brennende, tränende Augen: Die Symptome der Allergie zeigen sich zahlreich. Die Diagnose in den meisten Fällen: Bindehautentzündung – eine Krankheit, die nicht zu unterschätzen ist und eine ärztliche Behandlung erfordert.

Kann sie auch durch andere Ursachen, wie Bakterien, Zugluft oder Rauch, hervorgerufen werden, sollte durch einen Augenarzt unbedingt ausgeschlossen werden, dass sich dahinter schwerwiegende Krankheiten (Grüner Star etc.) verbergen. Aber warum reagiert das Auge so stark auf Umwelteinflüsse wie Pollen? Das Auge ist ein Schleimhautorgan, welches keine durchgängige Schutzschicht umgibt, denn das Augenlid deckt das Sehorgan nur zeitweilig vollständig ab. Somit ist das Auge, im Gegensatz zu anderen Organen des Körpers, Umwelteinflüssen im Übermaß ausgesetzt. Umherfliegende Allergene haben freie Bahn. Liegt dann auch noch eine Allergie vor, reagiert das Immunsystem des Auges schnell mit den störenden Symptomen.

Was Betroffene tun können? Im akuten Zustand ist es ratsam, der Allergie lokal am Auge entgegenzuwirken: antiallergene Augentropfen, die den Juckreiz lindern und abschwellend wirken, helfen, die Symptome im Zaum zu halten. Ein Reiben der Augen sollte man möglichst vermeiden, denn dies begünstigt die Symptome und verteilt das Allergen. Ratsam ist es ebenso, zum Schutz eine (Sonnen-)Brille zu tragen, erst recht bei sportlichen Aktivitäten im Freien. Generell gilt: Entscheidet sich der Allergiker während der für ihn »heißen Phase« für Outdoor-Aktivitäten, sollten die Kleidungsstücke danach direkt in die Waschmaschine und nicht in die Schlafräume wandern. Die Haare sollten ebenfalls direkt vom möglichen Pollenbefall befreit werden und vor dem Zu- Bett-Gehen gewaschen werden.

Damit nachts ruhigen Gewissens mit offenem Fenster geschlafen werden kann, lohnt sich das Anbringen von Pollenschutzgittern. Helfen diese Vorkehrungen alle nur für den Moment, kann dem Patienten eine Desensibilisierung beim Arzt helfen.

Schwangerschaft und Augenprobleme?

In der Schwangerschaft fahren die Hormone einer Frau Achterbahn. Dies gilt für den Körper genauso wie für die Augen. Viele Frauen klagen besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft über juckende und brennende Augen und haben Probleme mit der Sehschärfe. Das Kleingedruckte zu lesen, fällt plötzlich schwer. Durch das angestrengte Lesen röten sich die Augen. Auch Kontaktlinsen sind unangenehm zu tragen. Nicht selten suchen die Betroffenen ihren Augenarzt oder Augenoptiker auf, um einen Sehtest machen oder die vorhandene Sehhilfe korrigieren zu lassen. Der Fachmann aber weiß: All dies sind ganz normale Begleiterscheinungen der Schwangerschaft. Durch die hormonellen Veränderungen wird die Zusammensetzung des Tränenfilms verändert, der das Auge überzieht und die Hornhaut vor äußeren Einflüssen schützt. Dieser wird, vor allem im letzten Schwangerschaftsdrittel, messbar weniger. Deshalb jucken und brennen die Augen, besonders bei langer Computerarbeit oder aber auch bei zu wenig Luftfeuchtigkeit im Raum. Zugluft und Zigarettenqualm wirken sich selbstverständlich auch nachteilig auf die ohnehin schon trockenen Augen aus.

Achten Sie deshalb auf gut gelüftete Räume und gönnen Sie Ihren überlasteten Augen öfter mal eine Pause. Kontaktlinsenträgerinnen sind hier besonders im Nachteil: Durch die Verringerung der Tränenflüssigkeit sitzen die Kontaktlinsen nicht mehr bequem im Auge, das Auge ermüdet schnell. Kontaktlinsenträgerinnen können bei allzu starken Beschwerden zwischenzeitlich auf eine Brille umsteigen.

Für die Veränderung der Sehschärfe sind bisher noch keine hieb- und stichfesten wissenschaftlichen Beweise vorhanden. Forscher haben jedoch die Vermutung, dass dies durch eine Wassereinlagerung im Augengewebe zu Stande kommt. Schwankungen von bis zu 1,25 dpt. sind keine Seltenheit. Eine neue Sehhilfe zu verordnen ist jedoch keine gute Lösung: Die Ergebnisse eines Sehtests während der Schwangerschaft sind nicht unbedingt verlässlich. Nach der Geburt, wenn sich alles wieder einpendelt, normalisieren sich die Sehwerte meistens wieder.
Daher das Fazit: Durchhalten!

Beeinträchtigung des Sehens im Alter

Der Graue Star (Katarakt) gehört zu den häufigsten Augenkrankheiten im Alter. Im Laufe der Jahre trübt sich die vormals klare Augenlinse ganz langsam ein. Diese Eintrübung wird erst gar nicht bemerkt. Erst wenn eine Sehverschlechterung eintritt und die Kontraste schwächer werden, lässt die Sehqualität merklich nach.

Grauer Star

Vom Grauen Star sind in Deutschland rund zehn Millionen Menschen betroffen. Um die 650.000 Menschen werden daran pro Jahr in Deutschland operiert, was auch die einzige Behandlungsmöglichkeit ist. Dabei wird die getrübte Augenlinse durch eine künstliche Linse mit den gleichen optischen Werten ersetzt. Solch ein Eingriff dauert nur wenige Stunden. Anschließend kann der Patient mit einer Brille in der Ferne gut sehen. Eventuell wird noch eine Lesebrille für die Nähe benötigt, aber auch dieses kann bei dem Eingriff berücksichtigt werden und es wird eine Mehrstärkenlinse eingesetzt.

Sehschwäche durch Diabetes

Eine festgestellte Diabetes (Zuckerkrankheit) ruft oft weitere Folgeerkrankungen hervor. Eine davon beeinträchtigt auch das Sehvermögen: die »diabetische Retinopathie« oder »diabetische Makulopathie«, wenn das Augenzentrum betroffen ist. Durch einen permanenten hohen Blutzuckerspiegel werden die Gefäße der Netzhaut geschädigt und es können Gefäßwucherungen und Blutungen entstehen, die dann das Sehvermögen einschränken. Diese Netzhauterkrankung kann zunächst langsam ohne auffällige Symptome verlaufen und dann plötzlich Sehstörungen hervorrufen. Deshalb der Rat von Experten an Diabetiker, frühzeitig und vor allem regelmäßig einen Augenarzt aufzusuchen und dort eine Netzhautkontrolle durchführen zu lassen. Heute gibt es verschiedene Therapien um krankhafte Gefäßwucherungen zu verhindern bzw. einzuschränken.

In der Nacht gut sehen

Für viele Menschen ist das Autofahren in der Nacht eine unangenehme Sache. Insbesondere wenn in der dunklen Jahreszeit Regen und Schnee zusätzlich die Sicht erschweren, wird schnell die Meinung vertreten, eine Nachblindheit liege vor. Dies ist aber nur in den seltensten Fällen so.

Echte Nachtblindheit ist selten!

Meistens ist es eine Fehlsichtigkeit, die sich bei guter Beleuchtung kaum bemerkbar macht, aber in der Dämmerung und bei Dunkelheit stärker auffällt. In wenigen Fällen liegt auch ein Vitamin A-Mangel vor, der von einer Darm- oder Lebererkrankung herrühren kann. Vitamin A dient der Regeneration des Sehfarbstoffs Rhodopsin. Bei einem Mangel an Vitamin A verlieren die Stäbchen in der Netzhaut allmählich ihre Funktion und das Sehen in der Dunkelheit wird auffallend schlechter.

Ebenfalls kann eine Netzhauterkrankung hervorgerufen durch eine Zuckerkrankheit (diabetische Retinopathie) oder ein Grüner Star (Glaukom) eine Nachtblindheit zur Folge haben. Ist die Augenlinse durch einen Grauen Star (Katarakt) getrübt, kann sich das Sehen in der Dämmerung und in der Nacht verschlechtern; die Blendungsempfindlichkeit nimmt erheblich zu.

Tipps vom Fachmann:

• Tragen Sie beim Autofahren in der Dunkelheit und bei Nacht eine Brille oder Kontaktlinsen, die dem aktuellen Sehvermögen angepasst sind.
• Denken Sie an die Ersatzbrille im Auto.
• Entspiegelte (vergütete) Brillengläser sind lichtdurchlässiger und verhindern störende Lichtreflexe. So machen sie das Autofahren sicherer.
• Reinigen Sie vor Fahrantritt die Frontscheibe von innen und außen, da Schlieren und Schmutz die Sicht verzerren und störende Blendwirkungen verursachen können.

Grüner Star – die unterschätzte Gefahr

Das Glaukom, landläufig als „Grüner Star“ bekannt, ist eine der häufigsten Erblindungsursachen – sowohl in den Industriestaaten als auch in Entwicklungsländern. Die Ursache ist ein Missverhältnis zwischen Augeninnendruck und der Durchblutung der Sehnerven. Ein erhöhter Augeninnendruck betrifft rund 500.000 Menschen allein in Deutschland; etwa 10% von ihnen sind von Erblindung bedroht. Augenärzte vermuten aber, dass die Dunkelziffer wesentlich höher ist und bis zu 1 Million Bundesbürger betroffen sein könnten.

Das Risiko eines Glaukoms steigt mit dem Lebensalter. Extreme Kurz- oder Weitsichtigkeit, erhöhter Augendruck sowie niedriger oder stark schwankender Blutdruck gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren. Außerdem gibt es eine genetische Veranlagung – man sollte also darauf achten, wenn mehrere Verwandte bereits betroffen sind. Weltweit lässt sich beobachten, dass dunkelhäutige Menschen bis zu fünf Mal häufiger an Grünem Star erkranken als hellhäutige.

Wird das Glaukom schon im Anfangsstadium diagnostiziert, kann eine funktionelle Beeinträchtigung des Auges häufig vermieden und eine Erblindung damit verhindert werden. Die Krankenkassen übernehmen eine Kontrolluntersuchung, wenn entsprechende Verdachtsmomente bestehen oder ein erhöhter Augeninnendruck festgestellt wird.

Regelmäßige Augenuntersuchungen sind wichtiger, als man denkt!

Das Sinnesorgan Auge ist für den Menschen ein unersätzliches Gut. Ist die Sehkraft stark eingeschränkt oder durch eine nicht ernst genommene Augenkrankheit komplett verloren, wird den Betroffenen dies erst richtig bewusst.

Zumeist wird den Augen nicht ausreichend Beachtung geschenkt. Genau wie der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt sollte auch der Besuch beim Augenarzt nicht vergessen werden. Empfohlen wird von den Augenärzten eine einmalige Kontrolle pro Jahr, natürlich nur bei Beschwerdefreiheit. Bei diesen Kontrolluntersuchungen wird besonderes Augenmerk auf den Augeninnendruck gelegt. Diese Untersuchung ist vollkommen schmerzfrei und dient der Feststellung ob eine Glaukom-Erkrankung vorliegt.

Ein Glaukom, oder auch Grüner Star genannt, ist eine kontinuierliche Schädigung der Sehnerven. Wird dies zu spät erkannt, sterben Sehnerven ab und die Sehkraft lässt stetig nach. Behandlungsmethoden für die Glaukom-Erkrankung können ganz unterschiedlich sein: Augentropfen als medikamentöse Behandlung, Betablocker oder sogar operative Eingriffe bzw. Augenlasern können, je nach Schwere der Erkrankung, zum Einsatz kommen. Priorität hierbei ist, den Augeninnendruck zu senken und somit die Glaukom-Erkrankung nicht weiter voran schreiten zu lassen.
Fazit:
Der jährliche Augenarzt-Kontrolltermin sollte auch bei Beschwerdefreiheit nicht vergessen werden. Vereinbaren Sie Ihren Termin rechtzeitig.

Das Auge benötigt Feuchtigkeit

Die Symptome für ein trockenes Auge sind sehr vielfältig. In vielen Fällen sind trockene Augen jedoch die Folge von Umwelt- und auch Umfeldbedingungen. Dazu gehören beispielsweise der Computerarbeitsplatz, das klimatisierte Büro bzw. Auto und selbstverständlich auch Zigarettenrauch. Auch das Tragen von Kontaktlinsen kann zu den Symptomen eines trockenen Auges führen. Die Mehrzahl der heutigen Kontaktlinsenträger sind Frauen, da sie sich mit Kontaktlinsen attraktiver und freier fühlen als mit einer Brille. Außerdem fallen Kontaktlinsen gar nicht auf und sind beim Sport völlig unkompliziert. Damit die Kontaktlinse gut und bequem auf dem Auge sitzt, muss der Tränenfilm in Ordnung sein.


Schwimmen statt liegen
Kontaktlinsen sollen im Tränenfilm schwimmen und nicht auf der Hornhaut aufliegen, da ansonsten die Versorgung der Hornhaut mit Sauerstoff nicht mehr gewährleistet ist. Die Hornhaut besitzt keine Blutgefäße und entnimmt den benötigten Sauerstoff vollständig aus dem Tränenfilm. Die Zusammensetzung des Tränenfilms und somit auch die Menge desselben wird bei Frauen oft durch hormonelle Umstellungen hervorgerufen. Hierzu zählen selbstverständlich die Wechseljahre, Hormonbehandlungen oder die Einnahme von Kontrazeptiva.

Dreiklang für den Tränenfilm

Der hauchdünne Tränenfilm besteht aus drei Schichten, die fein ausbalanciert zueinander stehen und das Auge ausreichend benetzen. Direkt auf der Hornhaut liegt eine Schleimschicht, in der Mitte sorgt eine wässrige Schicht für die ausreichende Befeuchtung und außen schützt eine Fettschicht vor der Verdunstung und dem vorzeitigen Ablaufen des Tränenfilms. Ist dieses System gestört oder beeinträchtigt, kann ein gerötetes, brennendes Auge die Folge sein. Es sollten dann geeignete Maßnahmen angedacht werden. Tränenersatzmittel zum Beispiel können Abhilfe schaffen: Die wässrigen, dünnflüssigen Lösungen, die es auch als »hochvisköse« Präparate gibt, lindern die Beschwerden. Hochvisköse, d.h. gelartige Präparate, verweilen länger im Auge und legen sich als Schutzfilm über die gereizte Hornhaut.

Konservierungsstoffe vermeiden
Auch Kontaktlinsenträger sollten ausschließlich Benetzungstropfen wählen, die ohne Konservierungsstoffe auskommen, um dem Auge den zusätzlichen Reiz durch diese Substanzen zu ersparen. Kontaktlinsenträger können aber auch spezielle Kontaktlinsenmaterialien wählen, die einen eigenen Feuchtigkeitsspeicher haben und somit mit weniger Flüssigkeit auskommen. Der Spezialist wird Sie dazu gerne beraten. Sollten juckende, gerötete und brennende Augen auf Probleme mit dem Tränenfilm hinweisen, ist der Besuch beim Augenarzt oder dem Kontaktlinsen-Spezialisten angeraten. Dort gibt es kompetenten Rat vom Fachmann und Hilfestellungen werden aufgezeigt, um die Freude am Sehen ob mit Brille oder auch Kontaktlinsentragen wieder herzustellen. Ob die trockene Luft im Büro oder die Klimaanlage im Auto – eine individuelle Beratung von Ihrem Spezialisten sichert eine gesundheitsbewusste Verträglichkeit und vor allem die optimale Versorgung der Augen.

Augenlasern – Pro und Contra

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Die einen sind glücklich, weil sie keine Brille mehr brauchen, und schwärmen von einer völlig neuen Lebensqualität. Die anderen können trotzdem nicht völlig auf ihre Brille verzichten und sind enttäuscht. Auch nach zwanzig Jahren Erfahrung mit Augenoperationen per Laser gibt es immer noch sehr unterschiedliche Ansichten über die Risiken und Erfolge dieses Eingriffs.

Die meisten Patienten, die sich in den vergangenen Jahren einer solchen OP unterzogen haben, sind begeistert über die neue Chance zum „freien Sehen“. Trotzdem gibt es auch Kritiker, die vor eventuellen Spätfolgen warnen, über die es noch keine gesicherten Aussagen gibt.
Über 20 Millionen Fehlsichtige weltweit haben sich bisher einer Laser-OP unterzogen. Viele von ihnen konnten anschließend auf Brille oder Kontaktlinsen verzichten. Trotzdem sind nicht alle Fehlsichtigkeiten mit dieser Methode zu beheben; ab und zu bleibt eine Rest-Sehschwäche zurück, die dann trotzdem durch eine Brille korrigiert werden muss. Die ideale Bandbreite für den Laser-Eingriff liegt zwischen +3 und -8 Dioptrien. Werden diese Werte überschritten, ist damit zu rechnen, dass die Fehlsichtigkeit zwar reduziert, aber nicht völlig behoben wird.
Andere Kriterien wie z.B. eine sehr dünne Hornhaut oder eine extrem große Pupille können gegen eine Laser-OP sprechen. Auf jeden Fall erfordern sie eine sorgfältige Voruntersuchung und eine genaue Abwägung der medizinischen Indikationsstellung.
Selbst wenn in jungen Jahren eine Korrektur per Laser durchgeführt wurde, schützt das nicht vor der normalen Alterssichtigkeit, die mit etwa 40 Jahren einsetzt. Da wird häufig trotzdem eine Lesebrille nötig – genau wie bei Menschen, die bis dahin keine Fehlsichtigkeit kannten!
Wer sich zu einer Laserbehandlung entschließt, sollte sich auf jeden Fall darüber im Klaren sein, dass Hygiene beim Eingriff und der Nachversorgung eine entscheidende Rolle spielt. Auch wenn Laser-Operationen im Ausland mit günstigen Preisen locken, haben sie ihre Risiken, weil die Standards in dieser Hinsicht nicht überall deutschen Verhältnissen entsprechen.