Glaukom | Förster Optik in Weilheim - Informationen rund ums Gute Sehen

Das Gesichtsfeld: Haben Sie den Überblick?

Sie haben es beim Augenarzt vielleicht schon einmal untersuchen lassen müssen: Das Gesichtsfeld. Dieser Begriff bezeichnet den Umfang dessen, was man bei gerader Kopfhaltung, Augen ebenfalls geradeaus gerichtet, wahrnimmt. Die Augen bewegen sich dabei nicht, sondern fixieren einen zentralen Punkt mittig des Sehfeldes.

Ein gut funktionierendes, weites Gesichtsfeld ist enorm wichtig für die Orientierung, damit man plötzlich auftretende Gefahren rechtzeitig erkennen kann. Symptome, wie Lese- und Orientierungsstörungen sowie Helligkeitsverlust und auch extreme Nachtblindheit, sind erste Anzeichen für eine Störung des Gesichtsfeldes. Der Augenarzt kann mit einem speziellen Untersuchungsgerät die Weite des Gesichtsfeldes messen. Dabei schaut der Patient auf einen Bildschirm und fixiert einen bestimmten Punkt. Jetzt werden von allen Seiten Lichtsignale auf dem Bildschirm eingeblendet. Der Patient muss ein Signal abgeben, sobald er diese wahrnimmt. Dies ist die gängigste Methode. Es gibt aber noch weitere Messmöglichkeiten zur Untersuchung des Gesichtsfeldes. Relativ einfach ist hier beispielsweise das sogenannte Gitternetz nach Amsler (Schweizer Augenarzt, 1891-1968). Hierbei schaut der Patient auf einen zentralen Punkt im Gitternetz und kann gegebenenfalls Verzerrungen oder Lücken innerhalb des Netzes beschreiben.

Gesichtsfeldstörungen werden meist durch Krankheiten wie einem Glaukom, einer Netzhautablösung oder einer Makuladegeneration hervorgerufen. Aber auch ein Hirntumor, ein Schlaganfall oder ein Aneurysma können Gesichtsfeldausfälle (Skotome) auslösen.

Grüner Star – die unterschätzte Gefahr

Das Glaukom, landläufig als „Grüner Star“ bekannt, ist eine der häufigsten Erblindungsursachen – sowohl in den Industriestaaten als auch in Entwicklungsländern. Die Ursache ist ein Missverhältnis zwischen Augeninnendruck und der Durchblutung der Sehnerven. Ein erhöhter Augeninnendruck betrifft rund 500.000 Menschen allein in Deutschland; etwa 10% von ihnen sind von Erblindung bedroht. Augenärzte vermuten aber, dass die Dunkelziffer wesentlich höher ist und bis zu 1 Million Bundesbürger betroffen sein könnten.

Das Risiko eines Glaukoms steigt mit dem Lebensalter. Extreme Kurz- oder Weitsichtigkeit, erhöhter Augendruck sowie niedriger oder stark schwankender Blutdruck gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren. Außerdem gibt es eine genetische Veranlagung – man sollte also darauf achten, wenn mehrere Verwandte bereits betroffen sind. Weltweit lässt sich beobachten, dass dunkelhäutige Menschen bis zu fünf Mal häufiger an Grünem Star erkranken als hellhäutige.

Wird das Glaukom schon im Anfangsstadium diagnostiziert, kann eine funktionelle Beeinträchtigung des Auges häufig vermieden und eine Erblindung damit verhindert werden. Die Krankenkassen übernehmen eine Kontrolluntersuchung, wenn entsprechende Verdachtsmomente bestehen oder ein erhöhter Augeninnendruck festgestellt wird.

Regelmäßige Augenuntersuchungen sind wichtiger, als man denkt!

Das Sinnesorgan Auge ist für den Menschen ein unersätzliches Gut. Ist die Sehkraft stark eingeschränkt oder durch eine nicht ernst genommene Augenkrankheit komplett verloren, wird den Betroffenen dies erst richtig bewusst.

Zumeist wird den Augen nicht ausreichend Beachtung geschenkt. Genau wie der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt sollte auch der Besuch beim Augenarzt nicht vergessen werden. Empfohlen wird von den Augenärzten eine einmalige Kontrolle pro Jahr, natürlich nur bei Beschwerdefreiheit. Bei diesen Kontrolluntersuchungen wird besonderes Augenmerk auf den Augeninnendruck gelegt. Diese Untersuchung ist vollkommen schmerzfrei und dient der Feststellung ob eine Glaukom-Erkrankung vorliegt.

Ein Glaukom, oder auch Grüner Star genannt, ist eine kontinuierliche Schädigung der Sehnerven. Wird dies zu spät erkannt, sterben Sehnerven ab und die Sehkraft lässt stetig nach. Behandlungsmethoden für die Glaukom-Erkrankung können ganz unterschiedlich sein: Augentropfen als medikamentöse Behandlung, Betablocker oder sogar operative Eingriffe bzw. Augenlasern können, je nach Schwere der Erkrankung, zum Einsatz kommen. Priorität hierbei ist, den Augeninnendruck zu senken und somit die Glaukom-Erkrankung nicht weiter voran schreiten zu lassen.
Fazit:
Der jährliche Augenarzt-Kontrolltermin sollte auch bei Beschwerdefreiheit nicht vergessen werden. Vereinbaren Sie Ihren Termin rechtzeitig.