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Grüner Star – die unterschätzte Gefahr

Das Glaukom, landläufig als „Grüner Star“ bekannt, ist eine der häufigsten Erblindungsursachen – sowohl in den Industriestaaten als auch in Entwicklungsländern. Die Ursache ist ein Missverhältnis zwischen Augeninnendruck und der Durchblutung der Sehnerven. Ein erhöhter Augeninnendruck betrifft rund 500.000 Menschen allein in Deutschland; etwa 10% von ihnen sind von Erblindung bedroht. Augenärzte vermuten aber, dass die Dunkelziffer wesentlich höher ist und bis zu 1 Million Bundesbürger betroffen sein könnten.

Das Risiko eines Glaukoms steigt mit dem Lebensalter. Extreme Kurz- oder Weitsichtigkeit, erhöhter Augendruck sowie niedriger oder stark schwankender Blutdruck gehören ebenfalls zu den Risikofaktoren. Außerdem gibt es eine genetische Veranlagung – man sollte also darauf achten, wenn mehrere Verwandte bereits betroffen sind. Weltweit lässt sich beobachten, dass dunkelhäutige Menschen bis zu fünf Mal häufiger an Grünem Star erkranken als hellhäutige.

Wird das Glaukom schon im Anfangsstadium diagnostiziert, kann eine funktionelle Beeinträchtigung des Auges häufig vermieden und eine Erblindung damit verhindert werden. Die Krankenkassen übernehmen eine Kontrolluntersuchung, wenn entsprechende Verdachtsmomente bestehen oder ein erhöhter Augeninnendruck festgestellt wird.

Fehlsichtigkeiten bei Kindern

Kinder lernen unglaublich viel. Etwa 80% davon nehmen sie mit den Augen auf. Umso wichtiger ist es, Sehschwächen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln – vor allem, weil das Kind keine Vergleichsmöglichkeiten hat und deshalb gar nicht weiß, dass es schlecht sieht. Nachfolgend ein Blick auf die häufigsten Fehlsichtigkeiten.

Schielen – Strabismus
Eine Fehlstellung der Augen ruft unterschiedliche Seh-Eindrücke hervor, die vom Gehirn nicht mehr zusammengeführt werden können – es entstehen Doppelbilder. Bis zum Alter von zwei Monaten ist gelegentliches, leichtes Schielen kein Grund zur Sorge. Die Augenmuskeln des Säuglings müssen sich noch koordinieren. Wenn ab dem dritten Lebensmonat die Blickrichtungen der Augen immer noch voneinander abweichen, sollte man den Augenarzt aufsuchen.

Sehschwäche eines sonst gesunden Auges – Amblyopie
Wenn starkes Schielen nicht behandelt wird, kann eine einseitige Amblyopie die Folge sein. Das Gehirn bevorzugt ein Auge; das andere wird dauerhaft geschwächt, räumliches Sehen wird unmöglich. Vor dem zehnten bis zwölften Lebensmonat ist diese Fehlentwicklung einfach zu korrigieren, später wird die Behandlung schwieriger und langwieriger.

Weitsichtigkeit – Hyperopie
Das Kind sieht recht gut in der Ferne, muss sich aber anstrengen, im Nahbereich gut zu sehen. Die Symptome: Kopfschmerzen, gerötete Augen, Konzentrationsschwäche, Unruhe und schnelles Ermüden beim Lesen und Schreiben. Plusgläser, die den Brennpunkt wieder nach vorn auf die Netzhaut verlagern, schaffen Abhilfe.

Kurzsichtigkeit – Myopie
Das Kind ist lieber im Nahbereich aktiv, denn in der Ferne sieht es schlecht. Die Schultafel oder das Fernsehbild werden nur schlecht erkannt. Zusammenkneifen der Augen oder Blinzeln können ein Zeichen dafür sein. Kurzsichtigkeit tritt oft auf, wenn Kinder lesen lernen und die Augen vor allem im Nahbereich gefordert werden. Hier helfen Minusgläser, die den Brennpunkt zurück auf die Netzhaut bringen.

Stabsichtigkeit – Astigmatismus
Unabhängig von der Entfernung kann das Kind horizontale, vertikale oder schräge Linien nicht scharf sehen, das Bild ist verschwommen. Eine Brille mit speziell geschliffenen zylindrischen Gläsern korrigiert den Einfall der Lichtstrahlen so, dass sie sich exakt bündeln: ein Punkt wird wieder als Punkt gesehen und nicht als Stab.