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Pollenflug: Wenn die Polle aufs Auge trifft

Pollenflug

Frühjahrsbeginn – eine der schönsten Zeiten im Jahr. Das Erwachen der Natur lädt zum Durchatmen ein: Die ersten grünen Blätter, das Aufblühen der Knospen und die laue Frühlingsbrise verschaffen ziemlich schnell gute Laune und Lust auf Unternehmungen im Freien. Soweit die Theorie. Wären da nicht die kleinen Tücken, die einem einen Strich durch die positiven Frühlingsgefühle ziehen können. Denn so schön die Zeit des Aufblühens der Natur ist, umso anstrengender zeigt sich diese Zeit für Allergiker. Der Kampf mit den Pollen scheint ein nicht enden zu wollender zu sein. Fängt Ende April gefühlsmäßig gerade erst die Zeit an, in der die Pollen durch die Frühlingsluft wehen, ist es in der Realität so, dass der Pollenflug das ganze Jahr über stattfindet. Dabei gilt es in erster Linie herauszufinden, auf welche Art von Pollen der Körper reagiert, um dann einen leichteren Umgang mit der Allergie zu bekommen. Schwächt eine Allergie zwar viele Bereiche des Körpers, leiden die Augen jedoch mit am Stärksten unter der Belastung. Ein Fremdkörpergefühl, juckende, brennende, tränende Augen: Die Symptome der Allergie zeigen sich zahlreich. Die Diagnose in den meisten Fällen: Bindehautentzündung – eine Krankheit, die nicht zu unterschätzen ist und eine ärztliche Behandlung erfordert.

Kann sie auch durch andere Ursachen, wie Bakterien, Zugluft oder Rauch, hervorgerufen werden, sollte durch einen Augenarzt unbedingt ausgeschlossen werden, dass sich dahinter schwerwiegende Krankheiten (Grüner Star etc.) verbergen. Aber warum reagiert das Auge so stark auf Umwelteinflüsse wie Pollen? Das Auge ist ein Schleimhautorgan, welches keine durchgängige Schutzschicht umgibt, denn das Augenlid deckt das Sehorgan nur zeitweilig vollständig ab. Somit ist das Auge, im Gegensatz zu anderen Organen des Körpers, Umwelteinflüssen im Übermaß ausgesetzt. Umherfliegende Allergene haben freie Bahn. Liegt dann auch noch eine Allergie vor, reagiert das Immunsystem des Auges schnell mit den störenden Symptomen.

Was Betroffene tun können? Im akuten Zustand ist es ratsam, der Allergie lokal am Auge entgegenzuwirken: antiallergene Augentropfen, die den Juckreiz lindern und abschwellend wirken, helfen, die Symptome im Zaum zu halten. Ein Reiben der Augen sollte man möglichst vermeiden, denn dies begünstigt die Symptome und verteilt das Allergen. Ratsam ist es ebenso, zum Schutz eine (Sonnen-)Brille zu tragen, erst recht bei sportlichen Aktivitäten im Freien. Generell gilt: Entscheidet sich der Allergiker während der für ihn »heißen Phase« für Outdoor-Aktivitäten, sollten die Kleidungsstücke danach direkt in die Waschmaschine und nicht in die Schlafräume wandern. Die Haare sollten ebenfalls direkt vom möglichen Pollenbefall befreit werden und vor dem Zu- Bett-Gehen gewaschen werden.

Damit nachts ruhigen Gewissens mit offenem Fenster geschlafen werden kann, lohnt sich das Anbringen von Pollenschutzgittern. Helfen diese Vorkehrungen alle nur für den Moment, kann dem Patienten eine Desensibilisierung beim Arzt helfen.